Kurzrezension: Nele Hoffmann - Mit Papa war's nur Blümchensex

Mir ist leider von der Lektüre noch zu schlecht, um eine formvollendete Rezension zu schreiben und ich habe vor, dieses Buch so schnell wie möglich wieder zu vergessen. Das heißt, ich werde mich nicht mit Dingen wie Bildern oder Klappentexten aufhalten.

Darum kurz und bündig:



Warum das Buch mehr als nur einen Stern verdient hätte: Ich finde die holprigen Formulierungen, das häufige Hin- und Hergespringe in der Zeit und die Rechtschreibfehler eigentlich sehr passend. Es ist eine autobiografische Erzählung und diese Schreibweise lässt den Inhalt authentisch wirken.
Außerdem hat mich das Buch so richtig gefesselt, weil ich wissen wollte wie sich die Autorin im Endeffekt aus ihrer... Lage... befreien konnte, und wie es mit ihr weiter gehen würde. (Wobei mich dieser Punkt dann auch eher enttäuscht hat.)

Warum das Buch nur einen Stern bekommt: Zwar ist mir das erst im Nachhinein bewusst geworden, aber dieses Buch ist keine autobiographische Aufarbeitung einer schlimmen Kindheit, die halt ab und zu mal schocken will. Die Kindheit wird übrigens auch nur im ersten Teil behandelt, im Zweiten geht es um das Leben danach.
Es ist das Aufarbeiten einer Geschichte aus dem SM-Bereich, das mit viel zu detaillierten Schilderungen doch eher ein anderes Publikum ansprechen würde.
Im Übrigen ist mir nicht klar, wie das Buch Missbrauchsopfern helfen sollte, wie das angeblich gedacht gewesen ist. Außer vielleicht, dass es sagt: Schau mal, bei mir war es noch schlimmer.
Wenn es jemandem helfen soll wäre das eine andere Zielgruppe, da hätte man sich auch einen anderen Titel einfallen lassen können. Ach, was weiß ich.

Der zweite Teil des Buches ist eine Aufzählung von mitunter grenzwertigen und gesundheitsschädlichen (oh, und illegalen) SM-Praktiken. Da sollte man lieber De Sade lesen, da bekommt man noch einen Haufen Philosophie für zwischendurch und der Schreibstil ist auch irgendwie besser.


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