Jim C. Hines - Die Rückkehr der Goblins

"»Ich beabsichtige, dir das nächste Mal, wenn du losrennst, während wir uns bemühen, einen garstigen Tod durch Ogerhand zu vermeiden, ein Messer in den Rücken zu stecken. Das interessiert dich möglicherweise, dachte ich.«" S. 108

Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 333
Originaltitel: Goblin Hero

Warum dieses Buch: Wie beim ersten Teil: Meine bessere Hälfte hat mir die ersten Teile der Reihe mitgebracht :)

Das sagt der Klappentext: Die Goblins sind zurück! Und sie sind wilder denn je!
Einst galt der Goblin Jig in seiner Sippe als Versager. Doch diese Zeiten sind vorbei! Denn Jig hat sich wegen seiner heilenden Kräfte den Respekt der anderen Gobelins erworben. Nur eine hasst ihn wie die Pest: die neue Anführerin Kralk, die Jig am liebsten tot sähe. Als eines Tages ein Oger auftaucht und die Goblins um Hilfe bittet, entsendet Krank den armen Jig auf eine brandgefährliche Mission. Jemand tötet die Oger in ihren Höhlen! Und der schwächliche Jig soll dem Morden ein Ende bereiten...

Das sage ich:
Vorsicht! Da es sich bei Die Rückkehr der Goblins um den zweiten Band einer Reihe handelt, könnte es sein, dass sich in diese Rezension Spoiler eingeschlichen haben. Weiterlesen also auf eigene Gefahr!

Eigentlich unterscheidet sich der zweite Teil der Goblin-Reihe nur wenig von dem ersten. Vielleicht hätte ich nicht beide gleich hintereinander lesen sollen, denn mir fällt es jetzt schon etwas schwer, die Handlungen der beiden Teile auseinanderzuhalten...

Die Rückkehr der Goblins orientiert sich auch im Aufbau sehr an seinen Vorgänger. Zu Anfang hat man wieder eine richtige Abneigung gegen die Goblins, deren Ausdünstungen Körperfunktionen - wie auch im ersten Teil - einfach ZU detailliert beschrieben werden.

Schließlich hat es die witzige Erzählweise dann auch im zweiten Teil schnell geschafft, mich wieder für das Buch zu gewinnen. Ein paar vereinzelte Handlungen, die die Leser daran erinnern, dass sie es nach wie vor mit Goblins zu tun haben mögen einem ein bisschen Gänsehaut einjagen... Aber zumindest der Protagonist Jig ist trotzdem irgendwie liebenswert. Vielleicht eben einfach, weil er so herrlich viel Selbstironie an den Tag legt...

In diesem Teil sind mir allerdings einige Ungereimtheiten aufgefallen... Möglicherweise habe ich wichtige Details überlesen, weil mich Die Rückkehr der Goblins stellenweise einfach nicht so gefesselt hat, wie es sollte... Oder die Ungereimtheiten sind wirklich da. Um Spoiler zu vermeiden werde ich nicht weiter darauf eingehen.
Aber auch mit den Beschreibungen der Umgebung hatte ich zu kämpfen. Ich konnte mir das, was der Autor da zu beschreiben versucht immer öfter einfach nicht vorstellen. Hier eine Gletscherspalte, da eingefrorene Bäume, plötzlich ein Loch, das kaum breit genug für einen Goblin ist, durch das er dann aber doch hinunterfällt?
Zu verwirrend waren mir diese landschaftlichen Verhältnisse. Oder auch zu unzureichend beschrieben.
Wegen dieses Details ziehe ich einen Punkt ab - im Vergleich zu Teil eins, wo mir solche schwer nachvollziehbaren Beschreibungen nicht aufgefallen sind. Sonst ist Die Rückkehr der Goblins genauso gut (weil eben auch sehr sehr ähnlich) wie Die Goblins - Im Grunde eine Fantasy-Reihe, die ein Paradebeispiel ihres Genres ist...


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