Lynn Okamoto - Elfen Lied (06)

Verlag: Tokyopop
Seiten: 448

Warum dieses Buch: Ich lasse die Rezensionen zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5 für mich sprechen :)

Das sagt der Klappentext: Das schöne Gesicht des Todes
Lucy ist eine Diclonius - eine Mutantin mit einem scheinbar unstillbaren Hunger zu töten. Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen gelingt ihr eines Tages die Flucht aus dem Forschungslabor, in dem sie untersucht wurde. wenige Tage später finden der Student Kota und seine Cousine Yuka am Strand ein nacktes Mädchen, das scheinbar sein Gedächtnis verloren hat. Sie nehmen sie mit zu sich nach Hause und ahnen nicht, wen sie da bei sich aufgenommen haben...

Das sage ich:  Da es sich bei diesem Buch um den sechsten und letzten Teil einer Reihe handelt, wird dieser Post vermutlich Spoiler enthalten. Weiterlesen auf eigene Gefahr...!

Das war er also. Der letzte Band von Elfen Lied...
Vergleicht man den ersten Band mit diesem, hat sich schon eine Menge verändert. Die Art, wie die Geschichte erzählt wird und auch der Zeichenstil. Mir haben die ersten Bände ein bisschen besser gefallen.

Im Abschlussband geht es so richtig zur Sache. Da ist nichts mehr mit Unialltag und gemütlichem Zusammenwohnen. Auch die unglaublich witzigen, fast schon Slapstick-artigen Szenen werden von Teil zu Teil weniger, bis es in Band 6 kaum noch lustige Stellen gibt. Das passt zur Entwicklung der Geschichte, aber ich fand das schade. Denn genau das hat mich am Anfang an Elfen Lied so begeistert: Dass neben der gezeigten Brutalität und Skrupellosigkeit immer wieder Bilder kommen, die so unpassend wirken, weil sie ganz furchtbar komisch sind...

Ich hab es mich trotz Spoilerwarnung schon in den letzten Teilen nicht schreiben getraut, aber jetzt muss es raus: Ich vermisse Nyu. Schon als sie sprechen konnte, aber immer noch Nyu war, hat mir die Person gefehlt, die nur "Nyu" sagen konnte und allen Leuten mit ihrer unschuldigen Art an die Wäsche wollte. Vielleicht war das sogar mit der Grund, warum ich den Teilen vier und fünf nur vier Punkte gegeben habe...

Das Ende ist - wie ich es aber auch erwartet habe - unglaublich aufgeplustert und künstlich in die Länge gezogen. Dabei erscheint es mir eine Spur zu dramatisch und es hat mich ein bisschen gestört, dass andauernd Figuren in Stücke gerissen werden und dann trotzdem irgendwie wieder auftauchen, und sei es nur um noch ein dramatisches Abschiedswort zum Besten zu geben. Generell hat mich das Ende der Geschichte auch nicht besonders glücklich gemacht. Wenn schon alles so übertrieben ist, hätte man das Ende auch noch um das Stück übertreiben können... das mich dann glücklich gemacht hätte. Gut, ich gebe zu, dazu kann ich nichts Vernünftiges schreiben, ohne zu viel zu verraten. Ich lasse es dahin gestellt.

Ich gebe Teil 6 von Elfen Lied trotzdem vier Punkte. Denn trotz des anstrengenden Endes (oder vermutlich gerade deswegen, Pathos hilft doch immer um Gefühle zu erwecken), habe ich geheult wie ein Schlosshund. Und dann gab es diese eine Szene die, obwohl maßlos übertrieben, so unglaublich schön war.... dass ich das Gefühl hatte mittendrin zu sein. Ein tolles Gefühl, das mit dazu führt, dass ich einfach nicht weniger Punkte geben KANN. Jawohl.

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