Tinka Wallenka - Black Cage: Ausbruch (01)



ebook
Seiten: 303 (Print)

Warum dieses Buch: Ich hab das ebook von der Autorin netterweise zur Verfügung gestellt bekommen :) Es geht um Japan und um Todesengel, das hat mich dann doch schnell überzeugt

Das sagt der Klappentext: Seit dem Unfalltod ihrer Eltern, lebt Miyuki Ishida bei ihrem Onkel in Shibuya. Eines Tages begegnet sie einem Mann mit pechschwarzen Flügeln in einen merkwürdigen Traum und wird dabei verletzt. Die Träume beginnen sich zu häufen und die Blessuren folgen ihr stets bis in die Wirklichkeit nach. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse und die 19-Jährige sieht sich einer Gefahr gegenüber, die auch ihre Welt bedroht. Doch nicht einmal ihre beste Freundin schenkt ihr Glauben. Wird sie es schaffen, sich gegen den ominösen Fremden zu behaupten?

Das sage ich: Bei Black Cage: Ausbruch handelt es sich um den ersten Teil einer Reihe aus dem Dark Fantasy Genre. Und Dark meint hier so richtig richtig DARK. Von der ersten Seite an wird eine düstere Stimmung deutlich, die den armen Leser (na, er hat es sich ja wohl selbst ausgesucht!) bis zum Ende nicht mehr verlässt.  

Ich habe kaum eine Seite gelesen nach der ich nicht den Kopf geschüttelt und "oh nein, oh nein, oh nein" gedacht habe. Ein erschütterndes Ereignis jagt das nächste, sodass einem (also mir jedenfalls) am Schluss fast ein bisschen der Kopf schwirrt und sich ein bedrückendes Gefühl breit macht. 

Der Roman wird also seinem Genre durchaus gerecht. Der Schreibstil ist dabei an sich meist flüssig und das Buch liest sich sehr leicht und schnell. Allerdings sind mir zwischendurch ein paar holprige Formulierungen und logische Fehler untergekommen, die mich teilweise etwas verstört haben.

Die meisten Figuren bleiben Randfiguren und besitzen nur wenig Tiefe. Die Protagonistin Miyuki und ihr Gegenspieler Ayion sind allerdings sehr gut beschrieben und während man den Einen immer mehr hasst, schließt man die Andere immer mehr ins Herz.

Zwischen den Kapiteln stehen Gedichte aus Miyukis Tagebuch, die - zusammen mit einigen Blogeinträgen / Emails /Chatlogs für eine angenehme Abwechslung sorgen.

Das Ende kommt zugegeben etwas plötzlich und ist im Vergleich zu den vorigen Passagen eher kurz gehalten. Aber besser kurz als langatmig und pathetisch, sag ich mir.
 Es ist schwer, passende Worte zu finden, für das, was ich ausdrücken möchte. Denn Black Cage: Ausbruch ist einfach etwas ANDERES. Ich zumindest, bin es nicht gewohnt, so wenig Hoffnung in einem Buch vorzufinden, so wenig Glück und so wenig Unbeschwertheit in den Figuren. Eine Aussichtslosigkeit, die sich fast durch das ganze Buch zieht und irgendwie auch am Ende nicht richtig weg gehen will. Nein, es ist echt einfach mal was anderes.

Wegen bereits erwähnter holpriger Formulierungen und weil ich irgendwie unschlüssig bin WIE ich dieses "etwas andere" Buch finden soll, gebe ich drei Hexenhüte:






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